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Zu Beratung im Bundestag: Lauterbach verteidigt Legalisierung von Cannabis
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die geplante Legalisierung von Cannabis gegen Kritik aus der Opposition verteidigt. "Wenn Cannabis, dann sicher und ohne Dealer", schrieb er am Mittwoch auf X (vormals Twitter). Am frühen Abend sollte Lauterbachs Gesetzentwurf zum ersten Mal im Bundestag beraten werden. Union und AfD sind gegen die Legalisierung, der Deutsche Anwaltsverein begrüßt sie hingegen. Der Richterbund hofft auf eine "grundlegende" Überarbeitung des Entwurfs.
Veruntreuung in Coronaleugnerszene: Rechtsanwalt aus Göttingen in Haft
Wegen mutmaßlicher Veruntreuung von 700.000 Euro im Umfeld der Coronaleugner- und Impfgegnerszene ermittelt die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Göttingen gegen einen Rechtsanwalt. Der 65-Jährige sei in der vergangenen Woche von Mexiko nach Deutschland abgeschoben und noch am Flughafen aufgrund eines vorab ausgestellten Haftbefehls festgenommen worden, teilte die Behörde am Montag mit.
Umfrage: Nur 31 Prozent der Deutschen planen Coronaimpfung im Winter
Nur 31 Prozent der Deutschen planen im kommenden Winter eine Impfung gegen das Coronavirus. Dies ergab eine Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos am Montag in Hamburg veröffentlichte. Demnach halten viele Bundesbürger ihren Impfschutz für ausreichend. Rund 14 Prozent lehnen die Impfung hingegen grundsätzlich ab.
KKH: Anstieg von Depressionen bei über 60-Jährigen
Depressionen im Alter haben zugenommen. Wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Montag in Hannover mitteilte, stieg die Zahl der Patienten, bei denen im Alter von 60 bis 69 Jahren eine depressive Episode oder eine wiederkehrende Depression diagnostiziert wurde, von 2011 auf 2021 um 27 Prozent auf 21,8 Prozent.
Erste Hilfe: Bei jedem Vierten liegt letzter Kurs mehr als 20 Jahre zurück
Viele Menschen frischen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse nicht auf und sind dann im Notfall unsicher. Bei mehr als jedem oder jeder Vierten beziehungsweise 26 Prozent liegt dieser Kurs bereits mehr als 20 Jahre zurück, wie eine am Montag in Hamburg veröffentlichte Forsa-Umfage für die Techniker Krankenkasse zeigt. Bei über 60-Jährigen betrifft das mit 52 Prozent sogar gut jeden Zweiten.
Reiseverband: Urlaubsnachfrage in diesem Sommer wieder auf Vorkrisenniveau
Die Urlaubsnachfrage hat in diesem Sommer wieder das Niveau vor der Corona-Krise erreicht. Die Reisebüros und Veranstalter profitierten vor allem von einer guten Nachfrage nach Pauschalreisen, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) am Donnerstag kurz vor dem offiziellen Ende der touristischen Sommersaison Ende Oktober mitteilte. "Es ist die erste Reisesaison seit Corona, die mit einer positiven Umsatzbilanz abschließen wird."
Coronaimpfung: Körper baut Immungedächtnis in Organen auf
Nach einer Impfung patrouillieren Antikörper nicht nur durch das Blut, der Körper baut auch ein schützendes Immungedächtnis in Organen wie Niere oder Lunge auf. Das konnten Forscher der Berliner Charité nun anhand der mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus belegen, wie die Universitätsklinik am Mittwoch berichtete.
DAK: E-Zigarette bei Schulkindern Einstiegsdroge Nummer eins für Nikotinsucht
E-Zigaretten sind bei Schulkindern inzwischen die Einstiegsdroge Nummer eins für eine Nikotinsucht. Fast jeder und jede Vierte der Kinder und Jugendlichen probierte schon einmal eine E-Zigarette, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg berichtete. Damit ist die E-Zigarette 2023 erstmals das Rauchprodukt, mit dem Kinder und Jugendliche am häufigsten Erfahrungen machten.
Medizin-Nobelpreis für mRNA-Forschung an Wissenschaftler aus Ungarn und den USA
Die ehemalige Biontech-Vizepräsidentin Katalin Karikó und der US-Wissenschaftler Drew Weissman erhalten für ihre Grundlagenforschung zur mRNA-Technologie den Medizin-Nobelpreis. Die Preisträger hätten mit ihrer Arbeit dazu beigetragen, "in einem beispiellosen Tempo Impfstoffe anlässlich einer der größten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit in der Neuzeit zu entwickeln", gab das Nobel-Komitee am Montag in Stockholm mit Blick auf die Corona-Pandemie bekannt.
Warnung vor Praxenkollaps: Ärzte protestieren gegen Gesundheitspolitik
Wegen der Gesundheitspolitik der Bundesregierung haben am Montag niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Deutschland protestiert. Der Ärzteverband Virchowbund und weitere Berufsverbände riefen dazu auf, Praxen am Brückentag geschlossen zu halten. In Berlin zogen Mediziner zum Gesundheitsministerium, um dort symbolisch ihre weißen Kittel niederzulegen.
Medizin-Nobelpreis geht an Karikó und Weissman für Forschung zu Corona-Impfstoffen
Für ihre wegweisende Forschung, die zur Entwicklung von Corona-Impfstoffen führte, werden die Ungarin Katalin Karikó und der US-Wissenschaftler Drew Weissman mit dem diesjährigen Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Die Preisträger hätten mit ihrer Forschung zur mRNA-Technologie dazu beigetragen, "in einem beispiellosen Tempo Impfstoffe anlässlich einer der größten Bedrohungen für die menschliche Gesundheit in der Neuzeit zu entwickeln", gab das Nobel-Komitee am Montag in Stockholm mit Blick auf die Corona-Pandemie bekannt. Beide Preisträger zeigten sich überrascht.
Millionen Corona-Tote verhindet: Lauterbach lobt Nobelpreis für Impfforscher
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Nobel-Auszeichnung der Impfwissenschaftler Katalin Karikó und Drew Weissman gelobt. "Eine bessere Wahl für Nobelpreis Medizin könnte es nicht geben", erklärte er am Montag im Kurznachrichtendienst X. Ohne die Forschung der beiden zur mRNA-Technologie "wären Millionen Menschen mehr an Covid gestorben".
Protest gegen Gesundheitspolitik: Verbände rufen Arztpraxen zu Schließung auf
Aus Protest gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung haben mehrere Ärzteverbände Praxisinhaber in ganz Deutschland dazu aufgerufen, ihre Praxen am Montag geschlossen zu halten. In verschiedenen Städten sind Protestaktionen geplant, in Berlin sollen etwa am Mittag Ärztekittel symbolisch in der Öffentlichkeit niedergelegt werden. Initiiert wurde der Protesttag vom Ärzteverband Virchowbund, einige andere Verbände schlossen sich der Aktion an.
Brasiliens Präsident verlässt Krankenhaus zwei Tage nach Hüft-OP
Zwei Tage nach einer Hüftoperation hat der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Klinik verlassen. Er sei wieder in seiner Residenz in Brasília, in der er in den nächsten Wochen "sogar noch mehr für Brasilien" arbeiten werde, teilte der 77-Jährige am Sonntag im Onlinedienst X (vormals Twitter) mit. Zudem werde er sich auf einen Marathon-Lauf vorbereiten, scherzte der Präsident.
Ärzte: Zustand von Brasiliens Präsident Lula nach Hüft-OP "stabil"
Der Zustand des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva ist einen Tag nach einer Hüftoperation "stabil". Der 77-Jährige sei am Samstagmorgen bereits auf den Beinen gewesen und habe mit Physiotherapie begonnen, hieß es in einer Mitteilung seiner Ärzte.
Barmer-Report: Schmerzmitteltherapie oft unnötig riskant
Patientinnen und Patienten in Deutschland erhalten häufig eine für sie riskante Schmerzmitteltherapie. In falscher Kombination könnten Schmerzmittel gefährliche Wechselwirkungen haben, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Barmer-Arzneimittelreport. Auch entspreche die Schmerztherapie in vielen Fällen nicht den medizinischen Leitlinien. Das sind Handlungsempfehlungen, die Ärzten und Patienten bei der Entscheidungsfindung helfen sollen.
Kleinkinder aus armen Familien oft nicht altersgerecht entwickelt
Babys und Kleinkindern geht es in Deutschland insgesamt sehr gut. Allerdings sind kleine Kinder aus armen Familien in vielen Fällen nicht altersgerecht entwickelt, wie Daten des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen vom Dienstag zeigen. Die Chancen auf ein gesundes und die Entwicklung förderndes Aufwachsen seien ungleich verteilt.
Übergewicht als Risikofaktor für Krebs: Jährlich 30.000 vermeidbare Fälle
Übergewicht ist nach Angaben von Experten ein immer noch zu wenig bekannter Risikofaktor für Krebs. Jedes Jahr gehen in Deutschland etwa 30.000 Krebsfälle auf das Konto von Übergewicht und Fettleibigkeit, wie die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) am Montag in Heidelberg erklärten.
EU-Staaten beraten über geplante Euro-7-Abgasnorm
Die EU-Staaten beraten am Montag in Brüssel über die geplante Abgasnorm Euro 7 (ab 9.30 Uhr). Zur Abstimmung stehen weniger strenge Abgaswerte als die EU-Kommission ursprünglich vorgeschlagen hatte, wie es von Diplomaten heißt. Die Bundesregierung hatte sich auf Druck der Grünen für schärfere Werte eingesetzt, ist damit aber offenbar weitgehend isoliert. Als wenig aussichtsreich gilt auch die Forderung der FDP, synthetische Kraftstoffe - sogenannte E-Fuels - in dem Text zu berücksichtigen.
Lauterbach: Transparenzgesetz wird Patienten Auswahl von Kliniken erleichtern
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat im Bundestag mit Verweis auf die Verbesserung der Behandlungsqualität für das geplante Krankenhaus-Transparenzgesetz geworben. "Wir sind in der Pflicht, den Menschen zu helfen", sagte er am Donnerstag bei der ersten Debatte des Gesetzes. 17 Millionen Menschen würden im nächsten Jahr stationär in Krankenhäusern behandelt. Für diese sei mit die wichtigste Frage, in welche Klinik sie gehen.
Grippeschutz: Immer noch geringe Impfquote bei über 60-Jährigen
In Deutschland lassen sich immer noch zu wenige Risikopatienten gegen Influenza impfen. In der vergangenen Grippesaison lag die Impfquote der über 60-Jährigen bei 40 Prozent, wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag in Hamburg nach Auswertung von Versichertendaten berichtete. Die Impfquote sank damit das zweite Jahr in Folge und liegt wieder fast auf dem Vorcoronaniveau.
Mindestlohn für Pflege-Beschäftigte soll um bis zu 14 Prozent steigen
Die auf Mindestlohn-Niveau beschäftigten Pflegekräfte in Deutschland sollen ab kommendem Jahr deutlich mehr Geld bekommen. Der Pflege-Mindestlohn soll zum 1. Februar 2024 um bis zu 14 Prozent steigen: Auf eine entsprechende Empfehlung einigte sich die Pflegekommission einstimmig, wie die Bundesministerien für Gesundheit und Arbeit am Dienstag in Berlin mitteilten. Die Mindestlöhne für die Beschäftigten in der Altenpflege steigen dann - je nach Qualifizierungsgrad der Beschäftigten - auf 16,10 Euro bis 20,50 Euro.
Lebender acht Zentimeter langer Wurm aus Gehirn von Frau herausoperiert
"Lebendig und sich windend" ist in Australien ein parasitärer Wurm aus dem Gehirn einer Frau herausoperiert worden. Wie die behandelnden Ärzte am Dienstag mitteilten, war bei der 64-jährigen Australierin wegen Gedächtnisproblemen eine Kernspintomografie des Gehirns vorgenommen. Auf den Aufnahmen erkannten die Mediziner zunächst nur eine "atypische Verletzung" im vorderen Teil des Gehirns. Bei der anschließenden OP zogen die überraschten Ärzte schließlich einen acht Zentimeter langen Rundwurm aus dem Gehirn.
Gesundheitsministerium rät zu Tests und Quarantäne bei Corona-Verdacht
Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hat das Bundesgesundheitsministerium zu Vorsichtsmaßnahmen beim Auftreten einschlägiger Symptome geraten. Ein Ministeriumssprecher appellierte am Montag an Menschen mit Erkältungssymptomen, "dass sie sich testen lassen, dass sie sich in Quarantäne begeben, dass sie sich isolieren und keinen Kontakt haben". Ärztevertreter warnten derweil vor einem harten Corona-Winter.
Mediziner warnen angesichts zunehmender Infektionen vor hartem Corona-Winter
Angesichts zunehmender Corona-Infektionszahlen haben Mediziner vor einem harten Corona-Winter gewarnt. "Es gibt wieder höhere Infektionszahlen, es gibt auch wieder mehr Covid-positiv getestete Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Aufgrund fehlender "absoluter" Immunität gegen Corona werde es "immer wieder Infektionsausbrüche geben".
Scholz sieht trotz steigender Zahlen keinen Anlass für neue Corona-Maßnahmen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht trotz seit Wochen steigender Corona-Zahlen keinen Anlass für neuerliche Maßnahmen. "Was wir jetzt erleben, ist die 'neue' Normalität mit Corona", sagte er den Zeitungen der Mediengruppe Bayern vom Samstag. Die heutige Situation sei "glücklicherweise völlig anders als bei Ausbruch der Corona-Pandemie vor dreieinhalb Jahren".
Hamburger Infektionsforscherin Addo mit Bundesverdienstkreuz geehrt
Die unter anderem für ihre Arbeit während der Coronakrise bekannte Hamburger Infektionsforscherin und Ärztin Marylyn Addo ist mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt worden. Sie erhielt die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Auszeichnung am Freitag in Hamburg aus den Händen von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne), wie der Senat der Hansestadt mitteilte.
Lauterbach fordert Pharma-Großhandel zur Bevorratung von Kinderarzneien auf
Angesichts drohender Engpässe bei Kinderarzneien hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) den pharmazeutischen Großhandel zur Bevorratung bestimmter Medikamente aufgefordert. "Nach derzeitiger Einschätzung könnte im kommenden Herbst/Winter für bestimmte essentielle Antibiotika und weitere relevante Arzneimittel für Kinder eine angespannte Versorgungssituation entstehen", heißt es in einem Brief von Lauterbach an Marcus Freitag, den geschäftsführenden Vorstand des pharmazeutischen Großhandels, der der Mediengruppe Bayern am Donnerstag vorlag.
KKH: Immer mehr Menschen vertragen keine Kuhmilch
Immer mehr Menschen in Deutschland erhalten die Diagnose Laktoseintoleranz. Nach Daten der Kaufmännische Krankenkasse (KKH) vom Dienstag stieg die Zahl der Versicherten mit einer bestätigten Unverträglichkeit gegen Milchzucker binnen zehn Jahren von 2011 bis 2021 um rund 61 Prozent.
Studie: Krankhafte Erschöpfung hält bei vielen Post-Covid-Erkrankten lange an
Nach einer Coronainfektion am Post-Covid-Syndrom der krankhaften Erschöpfung leidende Menschen sind oft noch nach mehr als anderthalb Jahren beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt nach Angaben vom Dienstag eine Studie der Berliner Universitätsklinik Charité. Für diese wurden über 20 Monate hinweg 106 Teilnehmende untersucht, die ein halbes Jahr nach ihrer Coronainfektion immer noch stark an ausgeprägter Fatigue - eine laut Studie "bleierne Erschöpfung" - litten.
Früherer Apotheker scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Verurteilung
Ein wegen massenhafter Verdünnung von Krebsmedikamenten rechtskräftig zu zwölf Jahren Haft verurteilter früherer Apotheker ist mit einer gegen seine Verurteilung gerichteten Verfassungsbeschwerde gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nahm diese nach Angaben vom Dienstag nicht zur Entscheidung an, weil die Verurteilung keine Rechtsstaatsprinzipien oder Grundrechte verletzt.
Erster Linienflug aus Nordkorea seit drei Jahren in Peking angekommen
In Peking ist am Dienstagmorgen der erste Linienflug aus Nordkorea seit über drei Jahren angekommen. Der Flug JS151 der nordkoreanischen Airline Air Koryo war in Pjöngjang gestartet und landete um 09.17 Uhr (Ortszeit, 03.17 Uhr MESZ) in der chinesischen Hauptstadt, wie AFP-Reporter vor Ort berichteten. Am Montag war bereits ein Air-Koryo-Flug geplant gewesen, wurde dann aber kurzerhand und ohne Angabe von Gründen wieder annulliert.