Biber verunglückt im Gleisbett - Schulkinder wollen helfen
Im bayerischen Türkenfeld ist ein Biber im Gleisbett des Bahnhofs vor den Augen zahlreicher Kinder verunglückt. "Mehrere Schulkinder beobachteten, wie das Tier von einem Zug erfasst wurde", erklärte die Bundespolizei München am Sonntag. "Dabei wurde ein Teil des Biberschwanzes abgetrennt." Der Vorfall ereignete sich demnach am Freitagmorgen, als die Kinder auf dem Weg zur Schule waren.
Den Angaben nach überlebte der Biber den Unfall. Mehrere der Kinder, die den Unfall beobachtet hatten, schickten sich an, "ihn eigenständig aus dem Gleisbereich zu holen", wie die Polizei ausführte. Die Gleise seien deshalb gesperrt worden. Die Bundespolizei barg schließlich das verletzte Tier und übergab es der "Biberbeauftragten" des Landkreises Fürstenfeldbruck.
Zahlreiche Schulkinder hätten das Geschehen unmittelbar miterlebt und seien "sichtlich aufgelöst" gewesen, erklärte die Polizei weiter. Einige seien deshalb in Absprache mit den Eltern nicht zum Unterricht gegangen. In der Grund- und Mittelschule Türkenfeld organisierte der Schulleiter psychologische Betreuungsangebote.
Die Biberbeauftragte bot nach Angaben der Polizei einen Besuch in der Wildtierauffangstation an, damit die Kinder den weiteren Genesungsweg des Bibers verfolgen können. Das Tier - ein auf den Namen Barbara getauftes Weibchen - soll nach Angaben der Tierärztin nach seiner Genesung nach Frankreich gebracht werden. Dort gebe es geeignete Reviere.
(C.Erasmus--TPT)